>>Wahre Worte sind nicht schön-Schöne Worte sind nicht wahr...<<
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Unvollendet

(Ohne Titel)

Um möglichen Verwirrungen, Enttäuschungen oder Beschuldigungen vorzubeugen möchte ich von vornherein klarstellen das folgender Text als Kommentar gedacht und geschrieben wurde und auch als solches gesehen und verstanden werden sollte.
Vielleicht regt es den ein oder anderen ja dazu an, ebenso wie ich, über bestehende Normen und Dinge des alltäglichen Lebens, sowie auch über bestimmte Verhaltensweisen von Menschen nachzudenken und Dinge zu hinterfragen ohne sie jedoch herunterzuspielen oder zunichte zumachen.
Es geht darum die Dinge zu Verstehen, nicht darum seine eigene Meinung möglichst gekonnt zu präsentieren und/oder andere Meinungen gezielt zu untergraben. Die Kunst liegt darin soweit wie möglich objektiv zu bleiben.

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Allmählich beginne ich Wahrheiten und Offenbarungen zu erkennen die mir zuvor völlig fremd und unnahbar erschienen...leider musste ich wohl erst diesen Tiefpunkt erreichen um alltägliche Dinge nicht nur als solche zu Begreifen sondern mir auch die Frage zustellen wie es eigentlich zu diesen Dingen kam und wie wichtig und tiefgründig einige von ihnen doch sind. Man muss ihnen nur die Zeit und den Raum einräumen um diese Dimensionen zu begreifen.
Trauer und Depressionen müssen uns wohl zuerst die Augen öffnen oder zumindest lenken sie unseren Blick auf das was und durch den Alltag, die heutige Gesellschaft, verschleiert wurde und in Vergessenheit geriet.
Wann haben wir uns zum Beispiel das letzte Mal ehrlich, ohne hinter Gedanken und erdenklichen eigennützigen Grund, Gedanken über das Leben und die Gefühle unserer Mitmenschen gemacht? Ist es nicht eigentlich schon viel zu spät für uns? Steht es nicht viertel vor 12 für unsere Gesellschaft? Was ist das eigentlich , eine “Gesellschaft“ ? Lässt sich dies eigentlich definieren und somit in Worte fassen? Wenn wir ehrlich mit uns ins Gericht gehen müssten, wir wissen doch gar nicht was eine Gesellschaft ist, was wir wissen ist das was uns seit unserer frühsten Kindheit eingebläut wurde, das was uns andere gesagt haben, und die Medien uns vermittelten.
Was ist gut und was ist schlecht?
Im Grunde ist der Begriff der Moral so wie wir ihn kennen ein Paradoxum das seines gleichen Sucht- geschaffen von einer Gesellschaft um solche auszustoßen die es nicht schafften sich an eben diese anzupassen. Ist es nicht ebenso unmoralisch und mit seinem Gewissen unvereinbar Menschen für mehrere Jahrzehnte einzusperren oder gar hinzurichten, wie es in großen, vermeintlich zivilisierten Gebieten der Erde noch heute Sitte ist? Ich bin mir durchaus bewusst das man sehr wohl über diese Ansichtsweise diskutieren könnte, ich möchte auch nicht außen vorlassen das ich es natürlich nicht gut heiße das Menschen andere Menschen töten oder misshandeln, dennoch denke ich das wir nicht gleiches mit gleichem Vergelten sollten und vielleicht andere Wege suchen sollten solche Menschen, oder auch Täter wie wir sie ja im allgemeinen nennen zu resozialisieren. Eventuell sollten wir uns auch intensiver mit den Gründen des Problems befassen und nicht von vornherein davon ausgehen das der “Täter“ krank ist oder er es sich als Ziel gesetzt hat jemanden zu schaden.
Die Gründe könnten näher liegen als wir denken, denn ist es nicht so das wir, ob es uns nun gefällt oder nicht, wir es akzeptieren oder ablehnen, ein Teil dieser Gesellschaft sind und als solcher auch eine Gewisse Verantwortung besitzen und Dinge ändern können wenn wir es wollen? Könnte es nicht sein das solche “auffällige Menschen“ nicht eigentlich die normalsten von uns sind? Sie haben sich damit abgefunden durch das enge Raster unserer Gesellschaft gefallen zu sein und handeln nun als “Ausgestoßene“. Im Prinzip sollten wir nicht sie sondern uns bestrafen wenn wir über den wirklichen Täter richten wollten. Doch wollen wir dies überhaupt? Ist es so nicht eigentlich viel einfacher, bequemer für uns?
Liegt es nicht in unserer Natur, den einfacheren Weg dem schwereren vorzuziehen?
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Beinahe Täglich müssen wir Entscheidungen treffen die den Verlauf unseres Lebens entscheidend bestimmen könnten, diese Bedeutenen Situationen erkennen wir meistens jedoch erst nachdem der Moment vergangen und die Chance verflogen ist.
Beinahe jeder wird sich bereits das ein oder andere mal gefragt haben wie sein Leben verlaufen wäre wenn er sich in verschiedenen Situation anders entschieden hätte, doch im Endeffekt ist es Vergangen und Vergangenes, so gerne man es sich auch manches mal wünschen mag, lässt sich nicht verändern oder streichen.
Hält man zulange an der Vergangenheit fest verliert man den Blick und das Gespür für das wichtige, die Realität, das Hier und jetzt.
Das Schwelgen in der Vergangenheit erfreut uns, doch im Endeffekt schadet es uns nur denn wir verlieren uns in einem Teufelskreis. Nutzen wir die Vergangenheit nicht allzu oft als letzten Fluchtpunkt um vor der vielleicht minder schönen Wirklichkeit zu entkommen?
Blicken wir neuen Situation, neuen Leuten nicht all zu oft kritisch entgegen weil wir sie mit alten Erfahrungen und Bekanntschaften vergleichen und daraufhin häufig falsch bewerten?
Wir machen dies unbewusst, wahrscheinlich liegt es auch einfach in unserer
Natur das wir vergangene Erlebnisse als schöner und besser in Erinnerung behalten, und uns diese alten Erlebnisse ins Gedächtnis rufen in Hinsicht auf das kommende, unbekannte, um diesem besser entgegen zu treten.

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Vom 15. Mai 2006, leicht überarbeitet

Einer der wenigen Texte ohne Titel.
Geschrieben zur Verarbeitung eines persönlichen "Tiefpunktes",danach fast 2 jahre völlig unberührt.

Eigentlich gefällt mir der Text recht gut, jedoch fehlt es mir an der nötigen Stimmung ihn fortzusetzen.
13.4.08 05:40


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